Jan 012011
 

Was sich seriöse Medien und Politiker dieser Tage im Bezug auf die GEMA erlauben, grenzt an Rufmord. Noch immer geht es hierbei um die Lizenzabgaben, die vorschulische Einrichtungen für das Kopieren urheberrechtlich geschützen Notenmaterials entrichten sollen. Aber da dies den Herren Journalisten an sich nicht reißerisch genug erscheint, schlagzeilt man frech mit der nachweislich falschen Behauptung, die GEMA wolle, dass Kitas für das Singen von Liedern »Gebühren«1 zahlen.

»Kitas sollen fürs Singen Gema-Gebühren zahlen«

So titelte am 27.12 die Welt in ihrer Online-Ausgabe. Das wäre in der Tat ein starkes Stück, würde es den Tatsachen entsprechen. Zwar findet sich im Artikel die korrekte Information, dass es sich bei der geforderten Lizenzabgabe um eine Abgabe für das Kopieren urheberrechtlich geschützen Notenmaterials handelt, die konkreten Zahlen enthält man dem Leser jedoch vor.

Des Weiteren vermischt der Autor hier zwei voneinander unabhängige Dinge, das Vervielfältigen der Noten und die öffentliche Aufführung, ohne den Lesern mit den zum Verständnis essentiell wichtigen Tatsachen zu versorgen.2

In einem Paradebeispiel für tendenziöse Berichterstattung lässt der Autor der Nachricht zwar eine stellvertretende Kita-Leiterin und einen Referenten des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zu Wort kommen, jedoch keinen Sprecher der GEMA, der hier klare Sachverhalte hätte liefern können. Warum auch? Dann könnte man ja keine tendenziöse Aufregernachricht in Bild-Manier verfassen, die man anscheinend ungeprüft von den Kollegen des »Hamburger Abendblatts« übernahm. Seriöser Journalismus sieht anders aus.

Schauen wir uns die Kernaussagen dieser »Nachricht« an und stellen ihnen die Fakten gegenüber:

•   »Die Gema mahnt bundesweit Kitas an, für das gesungene Liedgut der Kleinen zu zahlen.« (Welt online)
FAKT ist: Das ist so absoluter Humbug. Was im Kindergarten mit den Kindern geträllert wird, interessiert die GEMA per se nicht. »Gebühren« für das Singen würden nur bei einer öffentlichen Aufführung (Konzert etc.) erhoben werden, sofern dort Werke aus dem GEMA-Repertoire (z.B. Lieder von Rolf Zuckowski) vorgetragen oder wiedergegeben würden. In diesem konkreten Fall geht es aber um das Kopieren, sprich Vervielfältigen, von Noten urheberrechtlich geschützter Werke.
Auch ist es nicht die GEMA, die diese Lizenzabgabe für Notenkopien einfordert, sondern die VG Musikedition, für die die GEMA hier administrativ tätig ist. »Gemahnt« hat die GEMA übrigens auch nicht. Sie hat lediglich die Einrichtungen angeschrieben und diese über das neue Lizenzmodell und die daraus resultierende Rechtssicherheit informiert.3

•   »Auf Eltern dürften demnächst höhere Gebühren für den Kindergarten zukommen.« (Welt online)
FAKT ist: Es geht hier um eine Lizenzabgabe in Höhe von 56.- Euro bzw. 44,80.- Euro für kirchliche und kommunale Einrichtungen für 500 Notenkopien. Eine Kita mit 50 Kindern würde z.B. pro Kind 1,12 Euro pro Jahr und Kind (knapp 10 Cent im Monat) entrichten müssen. Die Behauptung in der Nachricht muss man als schamlose Übertreibung sehen, da sie so formuliert ist, dass der Leser automatisch höhere Summen assoziiert. Würden die konkreten Zahlen im Artikel auch genannt, könnte man das als Aufmachertext vielleicht noch akzeptieren. So bleibt es nur eine tendenziöse Aussage.
Eine mit zweifelhaften Folgen. In einer Diskussion behauptete eine Erzieherin, dass man in der Kita, in der sie tätig ist, aufgrund dieser Lizenzabgabe die Gebühren pro Kind um 2.- Euro pro Monat erhöhen müsse. Rechnet man das genauer nach, so stellt man fest, dass in dieser Kita entweder jährlich mehr als 32.000 Kopien urheberrechtlich geschützter Noten gemacht werden, oder aber die Lizenzabgabe als willkommener Vorwand für eine eigene Einnahmequelle herhalten muss. Das zu beurteilen, überlasse ich jedem selbst.

•   »Die Kindertagesstätte in Groß Flottbeck hat Post von der Gema bekommen, sagte Nicole Liedtke, die stellvertretende Kita-Leiterin dem »Hamburger Abendblatt«. Seither notieren alle Kollegen vorsorglich, welche Lieder sie für die Kita-Kinder kopieren. »Wir finden das total blöd, aber wir werden es bezahlen«, sagt Liedtke. Noch sei nicht klar, wo das Geld für die Gebühren herkommen soll.« (Welt online)
FAKT ist: Da muss wohl viel kopiert werden, wenn es schon unzumutbar ist, eine kleine Liste mit den Titeln der Lieder und deren Autoren neben den Kopierer zu legen. Und was heisst hier vorsorglich? Diese Liste MUSS geführt werden, damit das Geld auch an die richtigen Urheber ausgeschüttet werden kann. Es ist erstaunlich, dass Menschen, die Kinder erziehen sollen, nicht in der Lage zu sein scheinen, bei der GEMA oder der VG Musikedition anzurufen, um sich zu informieren, wenn etwas unklar ist.4 Aber dann hätte man ja keinen Grund mehr, sich beim »Hamburger Abendblatt« über die böse GEMA zu echauffieren.
Und auch der letzte Satz ist, betrachtet man die konkreten Zahlen, nur eine weitere Übertreibung zu Lasten der GEMA.

•   »Wir haben es erst nicht glauben wollen, aber im Moment werden alle Kitas bundesweit aufgefordert zu bezahlen«, sagt Referent Martin Peters (Paritätischer Wohlfahrtsverband Hamburg, Anmerkung des Autors) dem »Hamburger Abendblatt«. (Welt online)
Man mag es kaum glauben, dass hier der Referent so blauäugig ist, anzunehmen, das Urheberrechtsgesetz würde für vorschulische Einrichtungen nicht gelten. Auch Kitas und Kindergärten haben sich an geltendes Recht zu halten.
Die GEMA hat auch keine Zahlungsaufforderungen geschickt, sondern darüber informiert, dass die Einrichtungen, sofern sie urheberrechtlich geschütztes Notenmaterial vervielfältigen, diese Lizenzabgabe zu entrichten hätten, um nicht gegen das Gesetz zu verstoßen.

•   »Schulen betrifft dies nicht, weil die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und die Gema bereits seit 1990 einen Rahmenvertrag verhandelt haben.«(Welt online)
Diese Aussage ist ausnahmsweise korrekt. Man unterschlägt aber, dass auch den Trägern vorschulischer Einrichtungen solche Rahmenverträge angetragen wurden. Jedoch schlugen die Trägerverbände dieses Angebot aus. Dieser Aspekt führt uns dann in die Politik:

»CDU-Politikerin fordert GEMA-Rahmenverträge für Kitas«

Julia Klöckner, MdB (CDU)

Ja, es ist Wahlkampfzeit und da hat dann wohl die Journalistin, Theologin und Politologin Julia Klöckner, ihres Zeichens Landesvorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, zugunsten des Populismus all das vergessen, was man ihr im Journalismus-Studium beigebracht hat. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie am vergangen Dienstag in Mainz mit offenkundig falschen Aussagen wie »Aber dass jetzt sogar Kindertagesstätten zur Kasse gebeten werden für das Singen von Kinderliedern, ist der Gipfel der Frechheit« die Presse beglückte. (Quelle: www.freiepresse.de)

Dass diese Aussage so schlicht falsch ist, habe ich bereits ausgeführt und das hätte einer Journalistin, die es ja gelernt haben sollte, Fakten zu recherchieren, klar sein müssen.
Sie setzt mit einer Forderung nach Rahmenverträgen für vorschulische Einrichtungen nach. Dass es dieses Angebot seitens der GEMA und der VG Musikedition gegeben hat und dies von den Trägern abgelehnt wurde, sagt sie natürlich nicht. Das ist dann entweder ein Zeichen dafür, dass sie keinen Ahnung von dem hat, wovon sie da spricht oder es bewusst aus populistischen Gründen unterschlägt. Es sind nicht GEMA und VG Musikedition, die sich hier bewegen müssten, sondern die Trägerverbände der vorschulischen Einrichtungen.

»Die GEMA ist unverschämt und bekannt als Musikverhinderer und als Quälgeist der Vereine und Konzertveranstalter.« schwadroniert die wackere Wahlkämpferin und macht dadurch klar, dass ihr Anliegen hier kein sachliches ist. Ist es wirklich so skandalös, dass die Konzertveranstalter die Urheber der Musik, mit der sie Geld verdienen, angemessen beteiligen sollen?

Wer ist denn die GEMA? Die GEMA, das sind in erster Linie die über 60.000 in ihr organisierten Musikurheber. Komponisten und Textdichter, deren Beruf das Schaffen von Musik ist. Die Schöpfer der Musik, die Sie im Radio hören; die Schöpfer ihrer Lieblingslieder; die Schöpfer der Musik, an der Sie sich als Zuhörer erfreuen. Diese Leute als »Musikverhinderer« zu diffamieren, ist der Gipfel der Unverschämtheit.

Madame Klöckner als Bundestagsabgeordnete wird für diese unsachlichen und populistischen Aussagen sehr gut von unseren Steuergeldern bezahlt und hat kein Problem damit. Nehmen die Musikurheber für sich ebenfalls das Recht in Anspruch, für ihre Arbeit gerecht entlohnt zu werden, dann sind sie in den Augen dieser CDU-Politikerin »Quälgeister«, die sich erdreisten dafür, dass man mit ihrer Musik Geld verdient, einen gerechten Anteil einzufordern.

Im Gegensatz zu vielen Politikern, die nur heiße Luft und Kosten produzieren, haben Komponisten, bevor sie Tantiemen beanspruchen können, auch tatsächlich eine Leistung erbracht: Sie haben ein neues Musikstück geschaffen.

Was diese Frau da betreibt, grenzt an eine Hetze gegen die GEMA und damit gegen die über 60.000 Musikurheber, die in ihr organisiert sind. Mit Sachlichkeit und diskussionswürdigen Forderungen hat das nichts mehr zu tun. Für Wählerstimmen diskreditiert und beleidigt diese »Volksvertreterin« pauschal alle Musikurheber. Folgte man ihrer Argumentation, wäre sie eine »Demokratieverhinderin«, weil sie sich für ihre Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete frecherweise bezahlen lässt.

Es ist wahrlich eine Groteske, die wir hier vor großem Publikum miterleben dürfen. Journalisten, die entweder unfähig sind, Fakten zu recherchieren oder bewusst tendenziöse Artikel verfassen, spielen populistischen Politikern in die Hände. Da werden durch Unterschlagung von Tatsachen und durch Falschaussagen Emotionen geschürt, die sich jetzt, wie man in vielen Foren und Diskussionen beobachten kann, in eine maßlose und unbegründete Wut gegen die GEMA entladen. Da wünscht sich zum Beispiel auf »Shortnews« der Kommentator »Judas II« Brandanschläge auf Einrichtungen der GEMA und die Autos der Vorstände.

Kommentar auf "Shortnews"

Die tendenziöse Berichterstattung, die mit den St.Martins-Umzügen begann, trägt Früchte und wenn diese Rufmordkampagne so weiter fortschreitet, dann ist es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis sie wirklich in Gewalt gegen Sachen und Menschen eskaliert.

(-th-)

  1. Umgangssprachliche Bezeichnung. Da die GEMA keine Behörde ist, erhebt sie auch keine Gebühren.
  2. Das Singen von Liedern in einer vorschulischen Einrichtung ist erst dann eine gemapflichtige Aufführung, wenn es über den einrichtungsinternen Rahmen hinausgeht und (zahlendes) Publikum zugegen ist und urheberrechtlich geschützte Werke zum Vortrag kommen.
  3. Detailierte Informationen finden Sie in der Pressemitteilung “Singen erwünscht – illegales Kopieren verboten” auf der Webseite der GEMA.
  4. Ob ein Werk gemeinfrei ist, kann man in der Regel binnen Minuten in der Online-Datenbank der GEMA oder z.B. in Wikipedia recherchieren.
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  28 Responses to “Tendenziöse Berichterstattung über die GEMA”

  1. Es ist schon erschreckend, was in manchen Medien für ein Unsinn verzapft wird. Das sich Politiker daran beteiligen ist umso schlimmer. Dabei ist es egal, ob sie das aufgrund von Inkompetenz oder böswilligerweise machen. Jeder Grund für sich reicht aus, sie nie wieder zu wählen. So Witzfiguren wie “Judas II” machen es dann nur noch schlimmer. Am Ende glaubt auch noch jemand den Blödsinn, das auch die “Rechte an alten Liedern[…] mittlerweile irgendwem [gehören]”. Sowas tut ja schon weh.
    Danke für diesen sachlichen Beitrag.

  2. Sie wundert es, dass hier die Wellen hochschlagen? Erklären Sie doch mal den Menschen nachvollziehbar, wofür Urheberrechtsabgaben auf PCs, Drucker, Kopierer, Tonträger, Bildträger, … erhoben werden, wenn dann doch JEDE einzelne Kopie abgerechnet werden soll. Hier entsteht bei vielen Menschen schon das Gefühl abgezockt zu werden. Und das sich Medien und Politiker dieses Gefühl zu Nutze machen, sollte niemand überraschen!

    • Grob gesagt, weil das eine der Privatgebrauch und der andere die gewerbliche Nutzung ist. Das europäische Recht verlangt es, dass wenn das nationale UrhG ein Recht auf Privatkopie zulässt, ein entsprechender Ausgleich für die Urheber gegeben sein muss. Daraus resultiert eben jene Abgabe auf CD-Rohlinge usw.
      Würde man diese Abgabe abschaffen, dann würde automatisch das Recht auf die Privatkopie, welches es nicht in jedem Land gibt, verlischen. Wie gesagt, dass ist europäisches und deutsches Recht. Sie dürfen von einer CD, die Sie gekauft haben Kopien anfertigen und an Freunde verschenken. Das ist durch das Recht auf Privatkopie zugesichert. Da Sie nun z.B. 8 Leuten die Kopie von CD XY geschenkt haben, müssen diese die CD nicht mehr selber kaufen. Von dem Verkauf der Tonträger aber leben die Urheber der Musik. Und damit sie das können, wurde eben jener Passus installiert, der durch Abgaben auf Leermedien die Urheber angemessen entschädigt.
      Sie möchten ja für Ihre Arbeit auch angemessen bezahlt werden, oder nicht? Musikurheber werden nunmal nicht wie normale Gehaltsempfänger entlohnt, sondern bestreiten ihren Lebensunterhalt dadurch, dass sie ihre Werke verkaufen und die aufgeführt werden.
      Über die Höhe dieser Abgaben und die zugrundeliegenden Formeln lässt sich natürlich diskutieren, nicht aber über deren Berechtigung. Hier stellt sich auch die Frage, inweit die Industrie hier die Unwissenheit der Konsumenten ausnutzt, um eine Preiserhöhung durch diese Abgaben zu rechtfertigen, obschon der wahre Grund die Gewinnmaximierung ist.
      Ich werde diesem Thema demnächst einen eigenen Artikel widmen.

      Nochmal zur Verdeutlichung: wenn man eine CD kauft, dann entrichtet man mit dem Kauf quasi die GEMA-Abgaben für die PRIVATE Nutzung dieses Tonträgers. Will man ihn nun aber in irgendeiner Form gewerblich nutzen – und sein es nur als Hintergrundmusik im Ladenlokal – dann muss man eben diese besondere Nutzung auch gesondert vergüten. Man spielt die Musik im Geschäft ja nicht aus Jux und Dollerei, sondern um damit seine Kunden verkaufsfördern zu berieseln.
      Das ist ein wenig wie mit dem Führerschein. Mit einem PKW-Führerschein dürfen sie keinen schweren LKW fahren.

      (-th-)

      • Erstmal vielen Dank für die Erklärung. Das ist für mich durchaus nachvollziehbar! Aber zählt das Kopieren von Noten in Kitas wirklich als gewerbliche Nutzung? Für die Beantwortung dieser Frage kann man sicherlich von der rein juristischen Seite ausgehen, da mag ich mir kein Urteil drüber erlauben. Eine etwas andere Sicht, um sich der Frage nach kommerzieller Nutzung zu stellen ist aber auch die: Ich wäre sicher nie auf die Idee gekommen CDs von Herrn Jöcker und Co zu kaufen (Nein – auch nicht “kostenlos” aus dem Netz zu laden). Erst mein Sohn kam damit im Kindergarten damit in Berührung und hat den Bedarf in unserer Familie angemeldet. Die VG Musikedition hatte also über die Kitas einen sehr effizienten und vor allem kostenlosen Marketingkanal. Die jetzt aufkommende Diskussion in den Kitas ggf. auf “freie” Notendrucke (und den damit verbundenden Liedern) umzusteigen kann ich persönlich sehr nachvollziehen und unterstütze dies sogar. Und ob die VG Musikedition sich mit ihrem Vorgehen bei den Kitas einen Gefallen getan hat, wird man sehen.
        Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich müssen die Urheber für ihre Arbeit entlohnt werden – keine Frage! Was mich bei dieser ganzen Angelegenheit nur stört und was für mich dieses “Geschmäckle” hat, ist der Eindruck, dass sich über die letzten Jahre zumindest einige Autoren, die von der erwähnten AG vertreten werden, es sich im Kindergartenumfeld bewusst “bequem” gemacht und von diesem Marketingkanal enorm profitiert haben. Und nun entdecken sie: “Da geht ja noch mehr!”. Wie gesagt – ist mein subjektiver Eindruck.

        • Das Problem bei der Sache ist, dass die VG Musikedition hier eigentlich keinen Spielraum hat, denn den gibt das UrhG vor. Hier nehmen Noten eine Sonderstellung gegenüber anderen Kopien ein. Das Kopieren urheberrechtlich geschützter Noten gem. UrhG streng verboten und stellt einen Straftatbestand dar. Im Endeffekt geben VG Musikedition und GEMA durch dieses Lizenzmodell, welches das Kopieren in einem gewissen Rahmen legalisiert, den vorschulischen Einrichtungen dadurch endlich Rechtssicherheit. Mussten früher, wenn man nicht gegen das Gesetz verstoßen wollte, die Notenbücher gekauft werden, so kann durch die Abgabe nun eben nur ein Buch gekauft und Noten daraus legal kopiert werden.

          Das “Geschmäckle” kann ich so nicht teilen, denn ebenso wie sich eine Firma mit ihren Produkten im Rahmen des Wettbewerbs an eine gewisse Zielgruppe wendet, so macht das natürlich auch der Komponist mit seinen Werken. Der eine bedient den Schlager, der andere die Popmusik und der dritte eben Kinderlieder. Das ist in meinen Augen völlig legitim. Wenn ich merke, mein Produkt kommt bei dieser Zielgruppe so gut an, dass ich davon meinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann ist es doch völlig normal, dass ich auch weiterhin ebendiese Klientel bediene. Das macht jedes Unternehmen so. Dieses “Da geht ja noch mehr” kann man auch nicht den Autoren anlasten. Allenfalls dem Gesetzgeber der vor einer Ewigkeit das UrhG in seiner jetzigen Form beschlossen hat. VG Musikedition und GEMA sind an dieses Gesetz gebunden und haben, wie eingangs erklärt, eben dieses Lizenzmodell als legale Alternative geschaffen.

          Urheber werden in dieser Diskussion immer gerne zu den edlen Wesen stilisiert, die die Kunst um der Kunst Willen betreiben. Das ist Quatsch! Natürlich lieben sie ihre Kunst, aber es ist in erster Linie nunmal ihr Beruf mit dem sie sich und ihre Familie nähren und kleiden.

      • ABER: Man darf eine gekaufte Musik CD nur kopieren, wenn sie nicht kopiergeschützt ist! Die letzten 20 CDs die ich mir gekauft habe, trugen aber IMMER den Hinweis “kopiergeschützt”. Und wieso soll ich GEMA Gebühren zahlen, wenn ich nur meine eigenen Daten (Fotos, Dokumente, usw.) brenne?! Die GEMA ist und bleibt ein Abzockverein.

        Gruß

        • Und was bitteschön hat die GEMA mit dem Kopierschutz von CDs zu tun? Der richtige Addressat für diese Kritik sind die Plattenfirmen und nicht die Gema. Es ist ja auch nicht die Schuld des Einzelhändlers, dass Sie auf die bei ihm erworbenen Waren die Mehrwertsteuer zahlen müssen.

          Das mit den Abgaben auf Leermedien ist ganz simpel und wurde schon in einem anderen Kommentar erläutert. Das europäische Recht sieht vor, dass ein Land nur dann das Recht auf Privatkopie gestatten darf, wenn es einen Mechanismus gibt, der die Urheber angemessen beteiligt. Und weil man eben einen großen Teil seiner Rohlinge für private, eigene Daten benötigt, wird auch nur auf einen Teil der Rohlinge die Abgabe erhoben. Da man aber nicht weiss, wer den Rohling wie nutzen wird, wird dieser Anteil dann auf alle Rohlinge verteilt.

          Und sich dafür einzusetzen, dass Urheber ihren gerechten Lohn bekommen, hat nichts mit Abzocke zu tun. Auch hier verweise ich gerne wieder auf den Artikel von Herrn Niggemeier.

    • In der Tat muss ich Frank da uneingeschränkt recht geben. entweder die Geräte oder die Kopie. Alles andere grenzt an ABZOCKEREI.

      • @ Frank & Christian:
        Falsch. Das Kopieren von Noten ist gesetzlich grundsätlzich verboten (und btw: Die GEMA macht keine Gesetze, das tut der Gesetzgeber). Aus diesem Grund geht natürlich kein Cent von den Kopierer-Geräte-Abgaben an die GEMA, denn es können ja schlechterdings keine gesetzeswidrigen Handlungen über Pauschalabgaben vergolten werden.
        Immer wieder bemerkenswert, wie uninformiert viele derjenigen sind, die laut “Abzocke” brüllen …

        • … eine kleine Ergänzung, bzw. Korrektur: Das Kopierverbot gilt, solange nicht beim Rechteinhaber das Recht erworben wurde, Kopien anzufertigen. Wenn nun also die VGs potenziellen Kopierern eine Lizenz anbieten, die das Kopieren genehmigt und vergütet, dann ist damit genau dieses gesetzlich gegebene Problem behoben.

  3. Dem Artikel stimme ich größtenteils zu! Allerdings entlädt sich hier etwas ganz anderes, und dem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang scheinen Sie sich konsequent zu verschließen oder ihn einfach nicht wahrzunehmen oder darauf hinweisen zu wollen.

    Der Artikel klingt teilweise, als wäre er von einem GEMA-Mitarbeiter geschrieben.
    Objektivität scheint also auch hier eher fern zu sein.

    Eine kleine Leseempfehlung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA#Kritik_an_der_GEMA

    Vllt. dann ein neuer Kommentar. Oder vllt. ein neuer “Aufregartikel”. Über die Kritikresistenz der GEMA kann ich persönlich ausführlich berichten. Denn wer verzichtet schon auf Geld für so wenig Arbeit? Und würde ich es anders machen?

    • Nein, diesen Kritikpunkten und Zusammenhängen verschließe ich mich nicht, nur waren sie eben nicht Thema des Artikels. Thema war die tendenziöse Berichterstattung, die zum Teil Fakten unterschlägt bzw. bewust mit falschen Schlagzeilen arbeitet. Aus diesem Grunde auch die Art und Weise, wie der Artikel geschrieben wurde. Immerhin wurde die Gema, und das sind in erster Linie die über 60.000 Musikurheber, die sich in ihr organisiert haben, zum Teil regelrecht diffamiert. Eine ähnliche Sichtweise vetritt übrigens auch der von mir sehr geschätzte Stefan Niggemeier, dessen Artikel “Der Kindergarten als rechtsfreier Raum” ich ausdrücklich zum Lesen empfehle. Der spricht übrigens einen sehr interessanten Aspekt an: Dass, was bestimmte Printmedien hier bei GEMA und VG Musikedition geißeln, ist genau das, was diese Verlage für ihre eigenen Printmedien gerne hätten.

      Die Kritikpunkte auf Wikipedia kenne ich durchaus und einigen davon werde ich bestimmt noch den ein oder anderen Artikel widmen. Nur kann ich nicht in einem Artikel eben nicht diese tendenziöse Form der Berichterstattung kritisieren und gleichzeitig noch z.B. die Kritik an Verteilungsplan und Pro-Verfahren mit einbeziehen. Das würde den Rahmen sprengen, da es völlig andere Baustellen sind.

      Ich denke, der “brennenste” Kritikpunkt dürfte die sog. “Gemavermutung” (Punkt 1 bei Wikipedia aus Sicht der Verbraucher) sein. Darüber werde ich demnächst auch einen Artikel schreiben in der “Gema für Dummies”-Reihe. Da das aber eine – auch juristisch – ziemlich komplexe und kontroverse Materie ist, will so ein Artikel natürlich auch gut recherchiert sein.
      Hier passt übrigens Frau Klöckners Tirade ganz gut, denn sie nennt die GEMA ja “Quälgeister für Konzertveranstalter und Vereine”. Was dabei leider oft unterschlagen wird ist, dass einer Gründe, warum es die “GEMA-Vermutung” gibt, über die sich Konzertveranstalter ja gerne beklagen, der ist, dass Konzertveranstalter seit je her versucht haben, die GEMA zu umgehen und zu betuppen, wo sie nur konnten und so zwar selber ihre Gewinne eingefahren haben, die Urheber aber leer ausgingen. Will sagen, hier müssten sich beide Seiten aufeinander zubewegen, anstatt für alles immer der Gema den schwarzen Peter zuzuschieben.

      Allen wird man es da wohl sicher nie recht machen können, dafür sind schlicht zuviele Interessen involviert.

    • Hallo Meepo,

      leider muss ich Ihnen sagen, dass gerade der Wikipedia-Artikel von uns GEMA-Mitarbeitern kürzlich überarbeitet wurde – im Gegensatz zu diesem Blogbeitrag. Wir tun dies für jedermann nachvollziehbar als Team von GEMAdialog und können jede Änderung mit entsprechenden Links zu Orginalquellen belegen.

      Beste Grüße, Peter Hempel

  4. Haben Sie die Freigabe von Judas II erhalten um seinen Post hier zu veröffentlichen.
    Wenn nicht, was soll man dann von ihnen glauben.

    mfg falko

    • Da eine solche Freigabe schlicht nicht notwendig ist, muss man sie hier auch nicht diskutieren.

      Öffentliche Äußerungen dürfen auch ohne Einverständnis der betreffenden Person redaktionell zitiert werden.
      (Allerdings würde ich persönlich hier keine Klarnamen veröffentlichen, sofern es sich nicht um Personen des öffentlichen Interesses handelt.)

      Dieser Kommentator hat sich dazu entschieden, seine zweifelhafte Meinung öffentlich zu äußern und muss nun auch damit leben, dass diese thematisiert und kritisiert wird.
      Zudem erfordern es die Sorgfaltspflich und das Zitatrecht auch, dass hier Quelle und Person genannt werden. Eine Anonymisierung ist, da ohnehin ein Nickname (Pseudonym) verwendet wurde, nicht notwendig.

      • Alter – der Judas ist doch voll alt! Der steht doch schon in der Bibel und hier so mit einem alten Mann schimpfen. Schande.

  5. Es stellt sich mir die Frage wenn ich einen leeren Karton kaufe…muß ich etwa Urheberrechte an die Baumschule zahlen oder an Kartonhersteller?
    Anders ist es doch mit der Gema nicht.

    mfg

  6. Was ist denn genau urheberrechtlich geschützt, die Noten in gedruckter Form oder die Noten insgesamt? Dürfte ich z.B. die Noten eines Liedes selbst in ein Notensetzprogramm eingeben und das dann drucken?

    Davon abgesehen frage ich mich, wieviele Hochbegabte heutzutage im Kindergarten bereits Noten und Texte vom Blatt ablesen können. Wir haben früher auch viel gesungen, aber da hat eine der Betreuerinnen etwas vorgesungen und wir haben es nachgesungen. Noten zum Ablesen gab es dann zum ersten Mal in der 2. Klasse beim Blockflöteunterricht (aus einem mit der Flöte gekauftem Notenbuch). Aber wir hatten früher ja auch noch den Bettelmusikant und brauchten keine modernen Lieder zum Nachsingen im Kindergarten oder der Schule, da hat sich das Problem gar nicht gestellt.

    • Die Noten selber abzuschreiben ist ausdrücklich erlaubt. Allerdings dürfte man das nicht Vervielfältigen.

      “(4) Die Vervielfältigung

      a) graphischer Aufzeichnungen von Werken der Musik,
      b) neines Buches oder einer Zeitschrift, wenn es sich um eine im wesentlichen vollständige Vervielfältigung handelt,

      ist, soweit sie nicht durch Abschreiben vorgenommen wird, stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig oder unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 2 oder zum eigenen Gebrauch, wenn es sich um ein seit mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt.”

  7. Hallo, die meisten Kinder, die ich kenne ,können im Kindergartenalter Liedertexte NICHT lesen und Noten schon gar nicht. Warum man den Kindern da etwas kopieren sollte, erschließt sich mir leider nicht. Die Clique rund um die VG Musikedition, Herrn Sikorski als Geschäftsführer (inlusive seinem Verkag) und der GEMA gebührt aber Respekt für diese neue, innovative Idee an Geld zu kommen und teilweise haben die Trägervereine der Kitas ja schon reagiert und Rahmenverträge geschlossen. Als nächstes kommen die Kinderkrankenhäuser dran und die Altenheime – da wird bestimmt auch was kopiert…

  8. Hallo,
    Die GEMA (bzw. VG Musikedition) muss sich nicht wundern, dass sie mit dieser Aktion so schlecht in den Medien dargestellt wird. Ein Auzug aus dem Schreiben an die Kinderbetreuungsstätten lautet so:

    Die Lizenz erlaubt, Kopien von Noten und Liedern für den vorschulischen Unterricht, aber z.B. auch für Musikprojekte oder das Singen in der Gruppe, anzufertigen

    Mit dieser Aussage wird weniger juristisch bewanderten Leuten suggeriert, dass eine generelle Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken nicht erlaubt sei. Dass dies in diesem Umfang nicht so ist, wird offensichtlich bewusst akzeptiert. Eine Aufklärung wurde ebenso wenig angestrebt. Was die VG Musikedition lapidar unter “Musikprojekten” und “das Singen in der Gruppe” versteht, bleibt ein Geheimnis. Geschickt verlagert man die Verantwortung an das Kindergartenpersonal, wobei man sich genau denken kann, dass diese Leute nicht die juristische Feinfühligkeit besitzen können, hierbei klare Grenzen erkennen zu können. Aus dieser Sicht der Dinge darf man ruhig von einer Teilabzocke reden, wenn auch manche Medien sowie Politiker etablierter Parteien dabei überziehen. Die Musikpiraten, ein Verein der der Piratenpartei nahe steht, liefert hierzu die passende Antwort. Es werden Liederbücher mit gemeinfreien Texten und Noten an die Kindergärten verteilt.

    • Wo ist da bitteschön die Irreführung? Schon in den ersten Worten wird klar, dass es um Kopien von Noten und Liedern geht.
      Ich frage mich aber, warum Sie unterschlagen, dass dieser Satz mitten im Anschreiben steht, nachdem die juristischen Grundlagen (UrhG) ausführlich erläutert wurden. Dadurch, dass Sie aus dem ganzen Anschreiben nur diesen einen Satz herauslösen?
      Damit sich aber alle selber ein Bild machen können, hier einmal der vollständige Wortlaut des Anschreibens (dem zudem noch ein Info-Flyer beilag):

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      der vorschulische Unterricht, und damit verbunden auch das Musizieren und Singen zu den verschiedensten Anlässen, gewinnt in Kindergärten, Kindertagesstätten und sonstigen Vorschuleinrichtungen mehr und mehr an Bedeutung. Die Beschaffung von Liederbüchern oder Notenausgaben für diese Einrichtungen hat in der Vergangenheit einen erheblichen Kostenfaktor dargestellt. Wie schön wäre es daher, auf einem einfachen und zudem legalen Weg Kopien der benötigten Lieder anzufertigen.

      Sie haben nun erstmalig die Wahl, wie Sie an Notenblätter und Liedtexte in ausreichender Stückzahl kommen: Entweder Sie kaufen wie bislang mehrere Exemplare einer Publikation oder fertigen mit einer jährlich erneuerbaren GEMA-Lizenz Kopien selbst an, sobald Bedarf entsteht.

      Gemäß § 53 Abs. 4a UrhG (Urheberrechtsgesetz) ist die Vervielfältigung grafischer Aufzeichnungen von Werken der Musik – so werden Noten juristisch bezeichnet – stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig. Es sei denn, die Noten würden von Hand abgeschrieben oder wären seit mehr als 2 Jahren vergriffen.

      Vor diesem Hintergrund wurde die Verwertungsgesellschaft (VG) Musikedition von ihren Mitgliedern, sprich den Verlegern der Liederbücher oder Notenausgaben, beauftragt, Kindergärten den Abschluss eines kostengünstigen Lizenzvertrages anzubieten. Dieser ermöglicht, legale Kopien von Noten oder Liedern für den vorschulischen Unterricht, aber zum Beispiel auch für Musikprojekte oder das Singen in der Gruppe anzufertigen.

      Hierfür haben wir der GEMA das Inkassomandat übertragen. Somit liegt die gesamte Administration der Lizenzierung bzw. dem Abschluss von entsprechenden Lizenzverträgen für das Kopieren von Noten- oder Liedkopien in Kindergärten ab dem 1. September 2009 in den Händen der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte).

      Bitte senden Sie den beigefügten Lizenzantrag direkt an Ihre GEMA-Bezirksdirektion. Den für Sie zuständigen Bezirk finden Sie unter http://www.gema.de/plz-suche. Telefonisch stehen Ihre Ansprechpartner jederzeit unter der Service-Hotline 01805-XXXXXXXX zur Verfügung (14 ct/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen).

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihre VG Musikedition

      Sie schreiben “Geschickt verlagert man die Verantwortung an das Kindergartenpersonal”. Ich frage mich, wo da das Problem liegt. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich und in jedem Beruf übernimmt man Verantwortungen. Was daran ein Aufreger sein soll, erschließt sich mir nicht. Oder unterstellen Sie, dass deutsche Erzieherinnen, die dieses Anschreiben eventuell nicht verstanden haben, dann auch nicht in der Lage sind, die entsprechende Webseite oder Service-Nummer anzurufen?

      • Lieber Maurice,
        ich unterstelle nichts, sondern habe persönlich mit Kindergärtnerinnen über diesen Sachverhalt geredet. Das sollten Sie auch mal tun. Das ist sicherlich nicht repräsentativ, aber in den mir bekannten Fällen, war den Kindergärtnerinnen nur bruchteilhaft bewusst, was dieses Schreiben aussagt. Im Falle der Trägergesellschaft KiTa gGmbH wurde den Kindergarten- Leiterinnen ihrer Einrichtungen bis auf weiteres jegliches Kopieren von Noten und Liedtexten untersagt. Auch das öffentliche Auftreten von Kindergärten wurde aus diesem Grund drasstisch eingeschränkt. Soviel zum Verständnis…

        Ich frage mich aber, warum Sie unterschlagen, dass dieser Satz mitten im Anschreiben steht, nachdem die juristischen Grundlagen (UrhG) ausführlich erläutert wurden.

        Ich unterschlage gar nichts. Ich habe deutlich darauf hingewiesen, dass es sich um einen Auszug aus dem besagten Schreiben handelt, welches Sie ja freundlicherweise nun komplett zitiert haben.

        Wo bitte sind denn die juristischen Grundlagen ausführlich erläutert worden?
        Was versteht man denn genau unter Musikprojekten oder Singen in der Gruppe ?
        Ich erkenne hier keine genauen Erläuterungen…

        Dadurch, dass Sie aus dem ganzen Anschreiben nur diesen einen Satz herauslösen?

        …passiert was bitte?

        Schon in den ersten Worten wird klar, dass es um Kopien von Noten und Liedern geht.

        Um welche Noten und Lieder geht es denn? Es wird den Kindergärtnerinnen abverlangt, dass sie sich mit dem Urheberrecht ziemlich eingehend befassen müssen und darüberhinaus selbst recherchieren, welche Lieder und Noten nun betroffen sind. Durch die Lizenz der GEMA wird diese Arbeit, die man den Leuten auferlegt, abgenommen. Müsste es nicht sinnvollerweise so sein, dass urheberechtlich geschützte Werke auch als solche eindeutig gekennzeichnet sein sollten? In vielen Bereichen ist das auch der Fall, aber in älteren Liederbüchern kann sich im Laufe der Zeit durchaus daran etwas geändert haben.

        Leise rieselt der Schnee soll inzwischen gemeinfrei sein? Wo kann eine Kindergärtnerin schnell und unkompliziert erfahren, ob sie dieses Lied nun kopieren darf oder nicht?

        zu viele Treffer?GEMA Volltextsuche
        Die Suche nach “Leise rieselt der Schnee” lieferte keine Treffer.

        Kurzfristig erhält man dazu keine klare Antwort. Im Übrigen zeigen die Reaktionen in den Medien nachweislich, dass Irritationen bestehen und zwar durch alle Volksgruppen hindurch. Dass eine Kindergärtnerin eine höhere juristische Erfahrung besitzen sollte wie beispielsweise Julia Klöckner oder Heiko Maas, finde ich doch perfide.

        • Ich muss es noch mal betonen, dass wir hier auch über Eigenverantwortung reden müssen. Jeder Bürger ist angehalten sich mit den Regeln und Gesetzten auseinanderzusetzen, die seinen Lebensalltag und natürlich seinen Beruf tangieren. Als Autofahrer muss ich die StVO kennen, wenn ich Verträge schließe die Vertragsbetimmungen und das BGB oder als Arbeiter Arbeits- und Brandschutzbestimmungen. Das ist das Prinzip des mündigen Bürgers.

          Im Anschreiben steht ganz klar:

          Gemäß § 53 Abs. 4a UrhG (Urheberrechtsgesetz) ist die Vervielfältigung grafischer Aufzeichnungen von Werken der Musik – so werden Noten juristisch bezeichnet – stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig. Es sei denn, die Noten würden von Hand abgeschrieben oder wären seit mehr als 2 Jahren vergriffen.

          Das ist in meinen Augen eine ziemlich deutliche Aussage und weisst zudem darauf hin, wo man die entsprechenden Gesetztestexte findet. Zudem lag dem Anschreiben ja auch noch eine Info-Broschüre bei und man kann jederzeit bei der GEMA oder der VG Musikedition anrufen und nachfragen, wenn es Unklarheiten gibt. Grundlage ist und bleibt das UrhG und dafür ist der Gesetzgeber verantwortlich und nicht die GEMA oder die VG Musikedition.

          Sie schreiben:

          Um welche Noten und Lieder geht es denn? Es wird den Kindergärtnerinnen abverlangt, dass sie sich mit dem Urheberrecht ziemlich eingehend befassen müssen und darüberhinaus selbst recherchieren, welche Lieder und Noten nun betroffen sind.

          Genau wie jedem anderen Bürger abverlangt wird, sich mit den Dingen zu befassen, die durch sein Handeln tangiert werden. Lasse ich mir Waren aus dem Ausland schicken, muss ich mich auch über Einfuhrbestimmungen usw. informieren und wenn ich ein Haus bauen will, dann muss ich mich auch mit den entsprechenden Vorschriften auseinandersetzen; ebenso wie ein Gastwirt mit dem Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit vertraut sein muss. Und wer mit Musik arbeiten möchte, von dem wird verlangt, sich mit den Grundzügen des UrhG auseinanderzusetzen. Ich frage mich, wo da das Problem sein soll?
          Auch den Recherche-Aufand, den Sie monieren, sehe ich nicht. Wenn ich Noten vor mir liegen habe (Liederbuch etc.) dann ist in der Regel immer der Komponist und Textdichter angegeben oder es steht da “Volkslied”, “DP” oder “gemeinfrei”, was mir direkt sagen würde, dass das Lied nicht mehr dem Urheberrecht unterliegt. Kenne ich Liedtitel und Komponist, dann ist es leicht, über das Internet herauszufinden, ob das Werk schon gemeinfrei ist. Diese 5 Minuten in Google oder Wikipedia dürfte wohl jeder investieren können. Und als letzter Ausweg bleibt ja immer noch ein Anruf bei der GEMA.
          Ich bleibe dabei, dass das in dieser Form vertretbar ist, da es in anderen Bereichen auch verlangt wird. Warum sollten Erzieherinnen hier ausgenommen werden? Wer Kinder erziehen soll, dem darf ich unterstellen, dass er in der Lage ist, sich zu einem Thema zu informieren und zu recherchieren.

          Weiter führen Sie aus:

          Im Übrigen zeigen die Reaktionen in den Medien nachweislich, dass Irritationen bestehen und zwar durch alle Volksgruppen hindurch. Dass eine Kindergärtnerin eine höhere juristische Erfahrung besitzen sollte wie beispielsweise Julia Klöckner oder Heiko Maas, finde ich doch perfide.

          Auch das kann man so nicht stehen lassen. Um die entsprechenden Informationen zu erhalten benötigt man als Journalist nur wenige Minuten Recherchezeit oder einen Anruf bei der Pressestelle der GEMA. Die Berichterstattung zeigt aber, dass die Medien hier anscheinend nicht recherchiert haben. Autor A hat etwas geschrieben und alle anderen übernehmen das einfach ohne es inhaltlich zu hintergragen. Das hat nichts mit Irritationen zu tun, sondern zeugt von mangelnder journalistischer Sorgfalt.
          Ich darf in dem Zusammenhang an den Pseudo-Aufreger bez. der GEMA und der türkischen Nationalhymne erinnern. Damals wurde erst bei der GEMA nachgefragt, nachdem die nachweislich falschen Behauptungen schon veröffentlicht waren.
          Und Frau Klöckner hier anzuführen ist auch kein Argument. Dass sich eine Politikerin im Wahlkampf lieber populistisch äußert, anstatt auch gegen die allgemeine Stimmung auf die Fakten hinzuweisen, dürfte sich selbst dem leichtgläubigsten Leser erschließen.

          Und noch ein Wort zu:

          Müsste es nicht sinnvollerweise so sein, dass urheberechtlich geschützte Werke auch als solche eindeutig gekennzeichnet sein sollten? In vielen Bereichen ist das auch der Fall, aber in älteren Liederbüchern kann sich im Laufe der Zeit durchaus daran etwas geändert haben.

          Es war schon immer üblich, das bei Noten Komponist/Textdichter angegeben werden – auch schon zu Mozarts Zeiten. Und gemeinfreie Volkslieder erhielten, wenn die Autoren unbekannt waren schon immer einen entsprechenden Vermerk.
          Ein genauer Hinweis, so wie Sie das Anregen ist ja auch gar nicht praktikabel, da das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlischt und man somit ggfs. ganze Liederbücher immer wieder neu drucken müsste, wenn ein weiterer Autor nun über 70 jahre tot ist. Und wie bereits erwähnt reicht die Kenntnis des Namens eines beteiligten Urhebers in der Regel aus, um recherchieren zu können, ob das Werk gemeinfrei ist oder nicht.

          Das ist alles in allem nicht perfide, sondern ein normaler Ablauf wie in jedem anderen Lebens- und Arbeitsbereich auch. Und das unsauber recherchierte Artikel tendenziös berichtender Journalisten das Bild der GEMA/VG Musikedition in der Öffentlichkeit diskreditieren und die Bürger bewusst falsch informieren, kann man nicht der GEMA anlasten. Die hat eine gut besetzte Pressestelle und Presse-Infos zu allen relevanten Themen sind für jeden seriös arbeitenden Journalisten leicht zu recherchieren, wenn er will.

  9. Wir reden um das eigentliche Problem herum. Dass das Urheberrecht gewahrt sein sollte, gleich wie man darüber denkt und ob es noch zeitgemäß bzw. reformbedürftig ist, ist ein völlig anderer Aspekt. Hierin gehe ich auch vollkommen mit Ihnen konform.
    Da jedoch die VG Musikedition ausgerechnet erst Ende 2010 entdeckt, dass Kinderbetreuungseinrichtungen womöglich keine Rechtssicherheit beim Umgang von Liedgut (mehr) besitzen, deutet auf das Erschließen neuer (besser ausgedrückt: bisher vernachlässigter) Geschäftsfelder hin. Das Problem besteht ja nicht erst seit Dezember 2010. Eine Pressemitteilung hätte durchaus genügen müssen, wenn ich Ihre Argumentation aufgreife:

    Ich muss es noch mal betonen, dass wir hier auch über Eigenverantwortung reden müssen. Jeder Bürger ist angehalten sich mit den Regeln und Gesetzten auseinanderzusetzen, die seinen Lebensalltag und natürlich seinen Beruf tangieren.

    Hätte die Zielgruppe aus den Medien erfahren, dass eine gewisse Rechtsunsicherheit bestehen könnte, hätten diejenigen in ihrer Eigenverantwortung entsprechend reagieren können. Stattdessen hat die GEMA mit der Hammerschlagmethode gleich an alle Kinderbetreuungseinrichtungen die bekannten Aufforderungen mit Flyer und Listen zum Ausfüllen versendet und eben damit pauschal angedeutet, dass Urheberrechte missachtet würden. Ich kritisiere die Vorgehensweise, nicht den Anspruch.

    Als Autofahrer muss ich die StVO kennen, wenn ich Verträge schließe die Vertragsbetimmungen und das BGB oder als Arbeiter Arbeits- und Brandschutzbestimmungen. Das ist das Prinzip des mündigen Bürgers.

    Der Vergleich zur StVO hinkt gewaltig. Als Führer eines Kraftfahrzeuges ist ein Nachweis in Form von einer theoretischen und praktischen Prüfung zu erbringen, dass man dazu in der Lage ist. Mir ist kein Fall bekannt, dass jemand, der Musik hört oder selbst musiziert, einen Nachweis erbringen muss, das Urheberrecht korrekt anwenden zu können. In einer Blitzumfrage wegen der von Ihnen aufgeführten Brandschutzbestimmungen konnte von meinen Kollegen niemand die korrekte Vorgehensweise im Brandfall beschreiben. In groben Zügen wusste jeder irgendwie Bescheid und es würde durchaus ausreichen, um möglichst unbeschadet den Ernstfall zu überstehen, aber absolut korrekt konnte niemand die Vorgehensweise darstellen. Beim Urheberrecht verhält es sich ähnlich. Die meisten Leute wissen, dass Raubkopien verboten sind, aber können diese nur selten genau definieren. Der Unterschied zwischen den Brandschutzvorschriften und dem Urheberrecht besteht nun darin, dass der Raubkopierer zur Rechenschaft gezogen wird, gleich ob er bewusst oder unbewusst gehandelt hat bzw. ungeachtet dessen, ob ein Schaden entstanden ist oder nicht. Wer im Brandfall unbeschadet das brennende Gebäude verlassen kann, wird später nicht dafür bestraft, anstatt der Feuerleiter die Treppe benutzt zu haben. Wer sich dennoch Brandverletzungen zugezogen hat, bekommt trotzdem medizinische Unterstützung. Über Verträge braucht man eigentlich gar nicht zu reden, denn selbst diese können bereits falsch aufgesetzt sein. Wer einen Vertragsbruch begeht, weil der Vertrag bereits nicht legitim war, macht sich auch nicht strafbar. Die Abofallen im Internet sind auch Verträge und dennoch nicht rechtens, aber trotzdem fallen immer noch Leute darauf herein, sogar augenscheinlich mündige Bürger…

    Auch den Recherche-Aufand, den Sie monieren, sehe ich nicht.

    und

    Und wer mit Musik arbeiten möchte, von dem wird verlangt, sich mit den Grundzügen des UrhG auseinanderzusetzen. Ich frage mich, wo da das Problem sein soll?

    Nur so als Beispiel und Möglichkeit, Ihre Aussage nachzuweisen: Ich besitze aus den 80ern zwei Singles der saarländischen Band X- RAY. Mir ist nicht bekannt, ob diese Band noch existiert bzw. noch aktiv Musik macht. Da jedoch analoge Wiedergabegeräte (Plattenspieler) kaum noch zeitgemäß sind, spiele ich mit dem Gedanken, die Titel auf digitale Datenträger zu konvertieren, sonst habe ich bald nichts mehr davon. Vorzugsweise würde ich die Titel auch direkt in digitaler Form bekommen können. Wie auch immer, was sagt das Urheberrecht darüber aus, wenn ich rechtmäßig erworbenes Liedgut unter den geschilderten Umständen digitalisieren möchte. Das ist ja auch ein Kopiervorgang. Die GEMA lässt sich übrigens Zeit mit der Beantwortung meiner Frage. Soviel zu der einfachen und schnellen Recherche…

    Gruß,
    J.D.

    • Da jedoch die VG Musikedition ausgerechnet erst Ende 2010 entdeckt, dass Kinderbetreuungseinrichtungen womöglich keine Rechtssicherheit beim Umgang von Liedgut (mehr) besitzen, deutet auf das Erschließen neuer (besser ausgedrückt: bisher vernachlässigter) Geschäftsfelder hin.

      Das stimmt so nicht. Dieses Lizenzmodell gibt es schon seit Anfang 2010 und da wurden dann auch die ersten Einrichtungen angeschrieben. Ich finde es löblich, dass VG und GEMA hier die Betroffenen direkt angeschrieben haben und eben nicht nur einfach eine Pressemitteilung verfasst haben, die dann eh nur bei wenigen angekommen wäre.

      Hätte die Zielgruppe aus den Medien erfahren, dass eine gewisse Rechtsunsicherheit bestehen könnte, hätten diejenigen in ihrer Eigenverantwortung entsprechend reagieren können.

      Dafür sind aber nicht GEMA oder VG Musikedition verantwortlich, wenn die Medien nicht angemessen berichten, sondern eben die Journalisten. Die GEMA/VG Musikedition verteilt ihre Pressemitteilungen und was die Adressaten dann daraus machen, liegt nicht mehr im Einflussbereich von GEMA und VG.

      Stattdessen hat die GEMA mit der Hammerschlagmethode gleich an alle Kinderbetreuungseinrichtungen die bekannten Aufforderungen mit Flyer und Listen zum Ausfüllen versendet und eben damit pauschal angedeutet, dass Urheberrechte missachtet würden. Ich kritisiere die Vorgehensweise, nicht den Anspruch.

      Kann es sein, dass hier überempfindlich reagiert wird? Die GEMA versucht hier wohl, effektiv und kostengünstig zu arbeiten und gleich alles in einem Rutsch zu versenden. Man darf ja nicht vergessen, dass der Verwaltungsaufwand auch ein Kostenfaktor ist und das einmalige Anschreiben mit kompletten Unterlagen effizienter ist, als wenn man das alles mehrfach versenden müsste.
      Einige Formulierungen habe ich in meinem Gespräch mit der GEMA auch moniert, aber diese wies mich dann auf den Aspekt hin, dass die GEMA es ja juristisch korrekt formulieren müsse, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

      Ich besitze aus den 80ern zwei Singles der saarländischen Band X- RAY. Mir ist nicht bekannt, ob diese Band noch existiert bzw. noch aktiv Musik macht.

      Das ist ja auch unerheblich. Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers und wenn diese Leute ihre Sachen selbst geschrieben haben, dann kann keiner von denen schon 70 Jahre tot sein. Ob die nun Mitglied der GEMA waren oder nicht, ist dabei erstmal zweitrangig.

      Wie auch immer, was sagt das Urheberrecht darüber aus, wenn ich rechtmäßig erworbenes Liedgut unter den geschilderten Umständen digitalisieren möchte.

      Dass es völlig legitim ist, solange kein Kopierschutzmechanismus ausgehebelt wird und es zum privaten Gebrauch geschieht, um das zu bewerkstelligen. Und das kann man beim Konvertieren analoger Aufnahmen ausschließen, da diese ja durch Mitschnitt digitalisiert werden müssen.
      Es sind halt zwei verschiedene paar Schuh, ob es um Tonträger oder Noten geht.

      Die GEMA lässt sich übrigens Zeit mit der Beantwortung meiner Frage. Soviel zu der einfachen und schnellen Recherche…

      Wenn es um das o.a. Problem geht, dann ist die GEMA ja auch der falsche Ansprechpartner. Da es weder um eine öffentliche Aufführung, noch um eine kommerzielle mechanische Vervielfältigung geht.

      • Ich sehe schon, wir werden hier nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Während ich die GEMA/ VG Musikedition in einigen Gesichtspunkten ihrer Vorgehensweise kritisiere, ohne deren gesamte Existenz in Frage zu stellen, lassen Sie keinerlei Kritik an diesen Institutionen zu. Es scheint, als seien Sie befangen…

        Ich finde es löblich, dass VG und GEMA hier die Betroffenen direkt angeschrieben haben und eben nicht nur einfach eine Pressemitteilung verfasst haben, die dann eh nur bei wenigen angekommen wäre.

        Ich sehe es eben grundlegend anders und eigentlich widersprechen Sie sich damit selbst:

        Ich muss es noch mal betonen, dass wir hier auch über Eigenverantwortung reden müssen.

        Wenn Sie zuvor die Eigenverantwortung ins Feld führen, hätte durchaus eine Pressemitteilung genügt. Offensichtlich wollte man sich aber darauf nicht verlassen?

        Die GEMA versucht hier wohl, effektiv und kostengünstig zu arbeiten und gleich alles in einem Rutsch zu versenden. Man darf ja nicht vergessen, dass der Verwaltungsaufwand auch ein Kostenfaktor ist und das einmalige Anschreiben mit kompletten Unterlagen effizienter ist, als wenn man das alles mehrfach versenden müsste.

        Damit erzählen Sie Unsinn. Eine Pressemitteilung wäre weitaus günstiger gewesen. Es bestätigt meine Auffassung, dass die GEMA nicht wirklich an die Eigenverantwortung glaubt. Über die Effizienz lässt sich trefflich streiten, braucht man aber nicht mehr, die Schreiben sind ja alle versendet.
        Dass den Kinderbetreuungseinrichtungen ebenfalls ein Verwaltungsaufwand aufgebürdet wird, ist offensichtlich unerheblich. Sicherlich ist es kein großer Aufwand, es ist aber auch nicht gar kein Aufwand.
        Wenn Ihr Stromanbieter von Ihnen verlangen würde, wöchentlich den Zähler ablesen zu müssen und die Werte in eine Liste einzutragen, möchte ich Ihre Reaktion einmal sehen…

        In diesem Sinne weiterhin viel Spass und Freude mit der GEMA,

        J.D.

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